Im letzten Artikel ging es darum, PR zu definieren. Die Definition, die aus meiner Sicht am besten passt, stammt von den Urvätern der PR Gruning und Hunt aus den Achziger Jahren: “Public Relations […] is the management of communication between an organization and its publics.” In diesem Artikel gebe ich dir 5 Tipps, wie du deine Startup-Kommunikation managen kannst. 

1. Die Basics festlegen

Befasse dich intensiv mit eurer Value Proposition und eurem One Sentence Pitch (bzw. Elevator Pitch), bevor du mit anderen Maßnahmen anfängst! Du wirst immer und überall brauchen, für wen euer Startup welches Problem wie löst und wie euer Produkt hilft! Sorge dafür, dass alle in deinem Team auf dem gleichen Stand sind. 

Lege außerdem zu Anfang Dinge wie Schreibweisen, Formulierungen und Anrede fest, damit eure Kommunikation einheitlich bleibt! Ich z.B. habe mich für die Schreibweise “Startup” statt “Start-Up” oder “StartUp” oder “Start Up” entschieden, ich duze meine Leser und spreche dich im Normalfall persönlich an.   

2. Kritische Themen im Vorfeld besprechen

Sprich mit dem Team auch über mögliche negative Reaktionen! Also Fallstricke, kritische Nachfragen und heikle Details im Zusammenhang zu eurem Thema und wie ihr bei Interviews damit umgehen wollt. Beispiele aus meiner Arbeit: “Wie geht ihr mit Ideenklau um?”, “Ist es nicht unglaublich laut, wenn so viele Menschen in einem Coworking-Raum arbeiten?”, “Was macht ihr jetzt, wenn Wettbewerber XY auf den Markt kommt?”. Bei euch könnten es ehemalige Geschäftspartner sein, kritische Inhaltsstoffe, der Produktionsort, usw. 

3. Ideen festhalten 

Richte dir eine Ideensammelstelle (z.B. Trello-Board) ein, auf welchem du alle Ideen für einen PR-Pitch und eigenen Content sammelst, die dir beispielsweise beim Lesen meines Blogs, beim Verfolgen von Wettbewerbern oder einfach zwischendurch kommen! Richte außerdem einen PR-Kalender und einen Redaktionsplan ein, auf denen du in regelmäßigen Abständen die Ideen einträgst. Versieh sie direkt mit einer Deadline und wenn du ein Team hast auch Verantwortlichkeiten, damit die Ideen nicht vor sich hinschimmeln, sondern auch wirklich umgesetzt werden. 

4. Systematisch planen

Richte regelmäßige Meetings im Team ein, in denen ihr eure Kommunikation vorausplant! Am Ende des Jahres könnt ihr z.B. nach Themen / Anlässen für die nächsten 12 Monate schauen (z.B. Themenspecials von Magazinen, internationale Tage, große Events etc.). Quartalsweise könnt ihr überlegen, was bei euch im Unternehmen oder in der Branche ansteht (Studien, Events, Relaunches, neue Funktionen, etc.). Monatlich könnt ihr – nach Sprint-Manier – einen Themenschwerpunkt für die nächsten 4 Wochen legen (z.B. eine Artikelserie plus Infografik plus Video zu einem Thema, welches für eure SEO förderlich ist). Wöchentlich könnt ihr die geplanten Themen für die nächste Woche durchgehen (werden Deadlines eingehalten? Gibt es adhoc-Themen?). 

5. Stetig analysieren & optimieren

Einer der wichtigsten, jedoch am häufigsten unterschätzten Aspekte ist die Analyse eurer bestehenden Inhalte! Was performt gut? Was weniger? Welche Zeiten funktionieren und welche nicht? Schau dir wöchentlich oder mindestens monatlich deine Posts auf den verschiedenen Kanälen an. Schnell wirst du herausfinden, was besonders gut funktioniert und was nicht. Mit diesem Wissen passt du deine Kommunikation an: Mehr von dem, was gut läuft, weniger von dem, was nicht gut ankommt. 

Ältere Artikel, die gut laufen, kannst du außerdem regelmäßig aktualisieren und z.B. eine Checkliste, ein Video oder sonstiges Zusatzmaterial zum Download hinzufügen. Damit kannst du zum einen deinen Newsletter-Verteiler füllen, zum anderen wird dich Google dafür lieben und dich mit der Zeit immer besser ranken.

Bekannt ohne Budget - Live erleben?

In regelmäßigen Workshops bringe ich dir bei, wie du effektive PR und gutes Content Marketing für dein Startups erfolgreich umsetzt – ohne eine Agentur zu beauftragen!

Hier findest du eine Übersicht über meine nächsten Workshops