Bei den Begriffe „Pressearbeit“ oder „PR / Public Relations“ denken viele nach wie vor, dass sich das nur für große Konzerne lohnt, die viele Produkte und eine eigene PR Abteilung haben. Klar, du wirst als Startup oder Solopreneur vermutlich keine Pressekonferenz mit 100 Leuten halten, aber PR lohnt sich auf jeden Fall auch für Startups, Gründer:innen und Selbstständige! Ihr geht nur ein bisschen anders an die Sache heran. Wie, das erfährst du in diesem Artikel.

Eierlegende Wollmilchsau statt PR & Marketing Silos 

In großen Unternehmen gibt es meist eine eigene Abteilung PR oder Unternehmenskommunikation (oder sogar beides) und getrennt davon eine für’s Marketing. Man spricht hier auch von “Silos”, denn oft hat die eine mit der anderen Abteilung wenig bis gar nichts miteinander zu tun oder arbeitet zusammen. 

In einem Startup oder als Selbstständige:r liegt meist alles in einer Hand: Wenn du für die Kommunikation (oder für das gesamte Unternehmen) verantwortlich bist, musst du Allrounder:in sein und alles machen. Das ist zwar viel Arbeit, aber eigentlich der bessere Ansatz, denn so ist alles aus einem Guss und geht Hand in Hand. Die Grenzen zwischen Pressearbeit, Content Marketing, Online Marketing usw. sind derart fließend, dass man sie sowieso kaum trennen kann und auch nicht sollte.    

PR Pitch mit Storytelling statt Pressemitteilung

Für eine AG ist es Pflicht, bei jeder kleinen Änderung, welche den Aktienkurs beeinflussen könnte, eine Pressemitteilung oder Kurzmeldung zu veröffentlichen. Und es passiert auch sonst meist relativ viel in einem großen Konzern – ob nun positiv oder auch negativ… Es gibt also meist genug triftige Gründe für eine Pressemitteilung. 

Als Startup gibt es diese Anlässe deutlich seltener (siehe dazu auch hier den Artikel: Startup-PR: Es muss nicht immer eine Pressemitteilung sein), als Selbstständige:r – so wie ich zum Beispiel – wirst du vermutlich nie eine Pressemeldung versenden. Dafür kontaktierst du die Redaktionen mit Themenvorschlägen und bietest dich als Expert:in zu einem bestimmten Thema an oder hast gute Stories zu erzählen, aus denen die Leser:innen etwas lernen können. 

Pressefrühstück statt Pressekonferenz 

Statt einer großen Pressekonferenz mit Dutzenden Journalisten kannst du überlegen, dich mit anderen Startups oder Gründer:innen zusammen zu tun, die ein ähnliches Produkt oder Thema haben und Journalisten zu einem kurzen aber informativen Pressefrühstück einladen. In gemütlicher Atmosphäre könnt ihr eure Produkte zeigen (oder verköstigen lassen, wenn ihr zum Beispiel Food Startups seid) oder euch über euer Experten-Thema und beispielsweise Veränderungen oder Herausforderungen auf dem Markt sprechen. Für die Redakteure ist das kein großer Zeitaufwand und im Idealfall schlägt er oder sie gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe, wenn er mehrere Gründer:innen auf einmal trifft und somit Futter für gleich mehrere Artikel hat. 

Achte doch mal einen Tag lang darauf, wer im Radio, im TV, in Podcasts oder Magazinen interviewt wird: Das sind meistens Menschen wie du und ich, die mit ihrem Expertenwissen zu einem aktuellen Thema etwas Interessantes beitragen können oder eine spannende (lehrreiche) unterhaltsame Geschichte zu erzählen haben. Du bist doch auch Expert:in auf mindestens einem Gebiet, oder? Also ist PR definitiv auch etwas für dich und dein Business!

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