Anna-Lena Kümpel ist mittlerweile Startup Agent und Moderatorin in Köln, zuvor arbeitete sie jedoch als Journalistin, u.a. bei Berlin Valley, einem Startup-Magazin aus Berlin. Sie plauderte ein bisschen aus dem Nähkästchen und gibt euch Tipps für eure Pressearbeit, womit ihr bei Journalist:innen punktet und was ihr besser sein lassen solltet. Das gesamte Interview könnt ihr bei meinem Instagram TV sehen, in diesem Artikel findet ihr das Wichtigste in Kürze zusammengefasst.

Anna-Lena, wie sah dein Alltag als Redakteurin aus? 

Zunächst Mails checken – das waren zu Spitzenzeiten um die 60-110 täglich! Dann Termine innerhalb der Redaktion wahrnehmen und danach Interviews mit Startups oder anderen Experten durchführen. Abends war ich meist auf Events, das waren schon mal drei bis fünf die Woche. Ich war oft bis 23 Uhr unterwegs und habe dann den Eventbericht in der Bahn geschrieben.

Was kam grundsätzlich gut bei dir und damit auch bei vielen anderen Redakteur:innen gut an?

  1. Geschwindigkeit: Wenn Leute auf meine Anfragen schnell reagieren, denn Journalisten arbeiten meist unter Druck
  2. Gute Storys: Bitte keine Werbung liefern, erst recht nicht ständig!
  3. Offenheit: Verkauf dem Journalisten deine Story nicht, als wenn du ihm eine Versicherung aufdrücken willst, sondern stelle einfach kurz deinen Themenvorschlag vor und frage, ob das interessant sein kann

Was kam gar nicht gut an? 

  1. Häufige / werbliche Mails: Eine Mail alle zwei Wochen für jeden “Kleinkram”, der im Unternehmen passiert. Das mag für das Startup alles sehr spannend sein, aber für die RedakteureRedakteur:innen und Leser:innen eher nicht. Im schlimmsten Fall landen Mails von einem Absender, der damit bereits aufgefallen ist, ungelesen im Papierkorb – weil einfach keine Zeit dafür da ist, sich alles durchzulesen und Absagen zu schreiben.
  2. Geheimniskrämerei: Die Leute sollten offen sein, wenn sie Redaktionen kontaktieren und eine Berichterstattung über sich möchten und nicht mit Infos zurückhalten.
  3. Meine Artikel umschreiben: Wenn statt kleiner und nötiger Korrekturen ein Artikel zurückkam, der komplett umgeschrieben wurde. Das Schreiben – im passenden Stil des veröffentlichenden Mediums – ist der Job der Journalisten!

Wie hast du dich auf die Suche nach spannenden Stories begeben? 

Was immer ich suche, muss im Internet, also durch eine Online Recherche zu finden sein. Als nächstes habe ich die am besten vernetzten Leute aus meinem Network angesprochen, ob sie Startups oder Menschen zu einem bestimmten Thema mit entsprechen Geschichten kennen.

Hier kannst du das Interview in voller Länge sehen!

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